Liebes Tagebuch,
wieder zu Hause...
Was für eine Woche!!! All die Eindrücke zu verarbeiten, wird wohl noch eine ganze Weile dauern... Tanzen verbindet die Welt! - Aber auch uns Tänzerinnen und Tänzer aus Bremen! Ich bin mir nicht sicher, ob mir die pinkfarbenen T-Shirts fehlen werden, mit denen wir uns eine Woche lang geschmückt haben. Ganz sicher aber das "wohlige Gefühl" beim Anblick der vielen "pinken"-Bremer TänzerInnen, die auf diesen Gay Games den größten einheitlichen Eindruck hinterließen. Schön war es auch, dass unser T-Shirt Sponsor dann auch tatsächlich zu unserem Formationsturnier erschien, und sichtlich beeindruckt, voll der Lobesworte für uns war. Dank an Dich René !
Ich überlege grad, ob es auch etwas gab, was mich persönlich gestört hat, an diesen "Fröhlichen Spielen" ... Mir fallen dabei natürlich zuerst die Formations- Tanzwettbewerbe ein. Mein ganz subjektiver Eindruck war, dass hier die Anpassung an die klassischen heterogenen Tanzbezüge im Vorergrund stand. Die erfolgreichen Tänzerinnnen dieser Gay Games waren "genormt " und "geformt". Selbst die Choreographie erinnerte sehr an die großen Meister aus dem Heterotanzsport.
Ich persönlich bin nach Jahren der "Anpassung" ausgebrochen aus diesen Bezügen. Ich hatte mehr Lust auf Experimentieren. Ich wollte andere Choreographien erfinden, und mit TänzerInnen arbeiten, die weder "genormt" noch "geformt" werden sollten- und wenn, dann nur in Maßen - Tanzen ist für alle da!!!
Sich mit diesem Anspruch in einem Wettkampf zu messen ist natürlich sehr risikobehaftet. Bei den Gay Games bin ich allerdings davon ausgegangen, dass zumindest einige Wertungsrichter den "Spielraum" nutzen und das "Anderssein" belohnen. ..
Die Ergebnisse haben mich eines "Anderen" belehrt. Gleichwohl gehen meine Glückwünsche nach Köln an meine Kollegin Claudia Reger, die mit ihrem Team eine ausgezeichnete Performence ablieferte.
So liebes Tagebuch, das war mir noch einmal wichtig zu schreiben!
Mein Fazit: Ich werde mir treu bleiben! Wir sind eben "anders". Und das ist auch gut so!!!
Ich schreibe heute nicht "Gute Nacht" sondern Auf Wiedersehen !
Und... Danke, deine Silvia
Liebes Tagebuch,
ich schwächel ein wenig mit meinen allabendlichen Aufzeichnungen, weil die Tage hier in Köln sehr lang sind, und die Nächte viel zu kurz...
Deshalb der Reihe nach:
Am Mittwochabend konnten beide Teams noch einmal, in einem eigens dafür angemieteten Tanzsaal trainieren. Im Anschluss sind wir dann zu unserer Musikprobe ins Maritimhotel gefahren. Jedes Team bekam 15 Minuten ( auf die Sekunde genau ) Zeit , um sich auf dem Originalparkett zu orientieren und einen Probedurchgang zu tanzen. Ich fand uns Bremer Teams sehr diszipliniert, so dass wir die vorgegebene Zeit auch gut nutzen konnten. Ein Blick auf die Uhr verriet uns, das es schon wieder 23 h war. Also ab ins Hotel und schlafen !
Morgen wird ein aufregender Tag...
Donnerstag:
Alle sind pünktlich beim Frühstück. Bei unserem letzten Meeting in der Hottelhalle trenne ich die Teams...
Zuerst eine letzte Absprache mich meinen "Jungs" . Die Stimmung ist gut, gleichwohl ist die Nervosität deutlich spürbar. Ich spiele zur Vorbereitung ein letztes Mal unsere Auftrittsmusik und die Jungs tanzen ihre Choreographie noch einmal "im Geiste " durch. Abschließend versichern wir uns, gegenseitig um die Goldmedaille zu "kämpfen" !
Mit den "Mädels" verfahre ich im Anschluss ebenso...
Fast pünktlich um 15.05 h ging es dann auch schon los. Alle 6 Teams waren angetreten und die Reihenfolge der Auftritte wurde vom Computer ausgelost. "SHIT" !!! ... Die Queen´s sollte das schlechte Los des ersten Auftritts treffen. So tanzten meine Mädels dann als erstes Team vor hunderten von Menschen ganz tapfer ihr Programm durch. Sie heizten ordentlich ein, obwohl die Nervosität sich deutlich auf dem Parkett zeigte. Wir hatten schon bessere Reihen getanzt, und auch unser tänzerischer Ausdruck wirkte noch ein wenig ängstlich. Aber egal, wir wurden mit viel Applaus von der Tanzfläche verabschiedet. Die bremen´s gingen als Team fünf an den Start. Sichtlich aufgeregt betraten "wir" die Tanzfläche und wurde vom Publikum euphorisch empfangen. Nachdem die vertrauten Klänge unserer Musik hörbar waren, lieferten auch sie eine solide Leistung ab, wenngleich auch hier noch sehr ängstlich auf dem Parkett agiert wurde.
Alle Teams hatten nun einen Durchgang getanzt und warteten nun darauf, wann und wie sich das Turnier für sie fortsetzen sollte. Natürlich hatten wir die anderen Teams beobachten, und wurden blasser, als wir deren Darbietung verfolgten. Hatten wir es doch mit fast ausschließlich mit Turniertänzern zu tun, deren tänzerisches Können das unsrige zweifellos überragte.. Gleichwohl ließen wir uns nicht vollends entmutigen, weil die "tänzerische Eizelleistung" ja nur eines der 6 Bewertungskriterien sein sollte. Schließlich haben auch wir unsere Stärken, z.B. beim Equality-Anteil. Unsere Choreographie hat den hohen Schwierigkeitsgrad des ständigen Wechselns der TanzpartnerInnen. Immerhin tanzen wir in 4 Minuten 35 Formationsbilder . Auch die Musik von den beiden Bremer Teams unterschied sich von der Musik der anderen Teams. Während die musikalische Vielfalt der Bremer Queen´s sich auf die Standard und Lateinamerikanische Musik aus aller Welt bezog, haben die bremen´s sich in rhytmischer Vielfalt über das Parkett bewegt. Hierzu gehörten auch "Fremdtakte" wie Hip Hop und Line dance Musik. Eine echte Vielfalt wie ich finde...
Die Männer der "Guyz in Sinc" aus London versuchten sich ausschließlich nach den Klängen von Chorusline. Sie lieferten eine ausgezeichnete Bühnenshow ab, und waren auch in ihrem tänzerischen Ausdruck nicht zu "topen" Auch die Swinging Sisters blieben sich über die Jahre treu. Sie tanzten wie auch schon in den Vorjahren nach Musicalklängen und beendeten ihren wirklich gelungenen Auftritt mit "we are the champions" .
Ich war total gespannt, und ganz ehrlich , zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr so richtig an Gold gelaubt. Trotzdem habe ich versucht meinen ausgeprägten Optimismus auf die Teams zu übertragen. Mir ist das zum Teil auch gelungen, bis zu dem dem Moment, wo bekannt wurde, dass ALLE TEAMS in der Abendveranstaltung nocheinmal gegeneinander antreten sollten, und nicht wie geplant, leistungsmäßig in "A" und "B" Teams unterteilt wurden. Noch einmal "SHIT" !!! Hatten wir doch gehofft, nicht mehr gegen die "ganz Guten" Teams antreten zu müssen...
Eine erneute Auslosung ergab, dass beide Bremer Teams nun als Letzte tanzen sollten, die bremen´s auf Startplatz 5 und die Queen´s auf Startplatz 6. So geschah es dann...
Die Stimmung im Maritim war auf dem Höhepunkt! Der Saal bebte und feierte die Teams. Wenngleich der Heimvorteil der Kölner Teams nicht zu überhören war. Im Anschluß wurden alle Teams auf die Tanzfläche gebeten und die Stunde der Entscheidung war da. Zuerst die "offene Wertung" für das Männerteam aus London: Hier wurde in der Überzahl die "Zweien" gezogen". Das bedeutet im Ergebnis wie in den "Schulnoten" der zweite Platz. Ein Wertungsrichter zog sogar die "sechs" für die Tänzer aus England, und honorierte damit wohl der Regelverstoß , der Tanzgruppe.. Die Hüten auf den Köpfen der Tänzer waren nämlich ausdrücklich nicht erlaubt !
Das Kölner A-Team sollte Recht behalten! Mit sieben "Einsen" waren sie die zweifellos beste Formation des Abends und damit "World-Champions".
Die bremen´s wurden vom Wertungsgericht mit der Merhheit auf Platz "Sechs" gewertet. Obwohl ein Wertungsrichter ganz tapfer eine "drei" für uns zog - Danke!!
Auch bei den Queen´s in Form waren sich die Damen und Herren schnell einig. Die Mehrheit entschied sich für einen vierten Platz" für uns. ... "Bronze Medaille - adé -
Schnell versammelten wir uns im Anschluss in der Garderobe. Sichtlich enttäuscht über das Ergebnis zeigten sich sowohl die Jungs als auch die Mädels als "gute VerliererInnen". Es wurde gefachsimpelt und die Stimmung baute sich sehr schnell wieder auf. Der erste Sekt floss durch die trockenen Kehlen und "meine TänzerInnen" waren trotz enttäuschendem Ergebnis voll der Lobesworte für mich. Dieser Moment war sehr anrührend für mich, weil ich mich nun eher als Gewinnerin fühlte. Mit zwei tollen Teams auf eine Weltmeisterschaft zu fahren, und eine wunderbare Zeit zu genießen kann für mein Leben nur ein Gewinn sein !!!
Was dann folgte war der Kracher! Alle zusammen fuhren wir zurück in Hotel und eine gigantische Partie sollte steigen... Wir haben gesungen, getanzt, gelacht ...Ein wunderbares Gruppengefühl entlud sich bis in den frühen Morgen in lautstarken Gesängen!...
Wir waren ganz eindeutig die GewinnerInnen "der Herzen" !!!
Ich bin sehr glücklich darüber
Deine Silvia
Liebes Tagebuch,
endlich war es soweit... das erste Tanzturnier von Bianca und mir, und das auf einer Weltmeisterschaft. Das Maritim Hotel als Veranstaltungsort war eine gute Wahl. Der Saal bot ein
schönes Ambiente für ein Tanzturnier, und auch das tags zuvor sehr "uneben" verlegte Parkett war nun "gerichtet" und gut betanzbar. Bereits um 12.00 h "hüpften" wir uns mit unseren 182
Mitkonkurrentinnen, die sich dann zu 91 Paaren formierten warm. Mit fast einstündiger Verspätung gings nun los. Unser Fanclub war zahlreich vertreten und mit schwarz weißen "Puscheln"
ausgestattet, so dass wir nicht nur akkustische Unterstützung bekamen, sondern auch optische. Jetzt waren wir an der Reihe...
Wir klassifizierten uns wunschgemäß für die C-Klasse. Mit 31 Paaren bestritten wir nun unseren Wettkampf. Wir tanzten uns die erste Nervosität aus dem Körper und qualifizierten uns für das
Viertelfinale. Das bedeutete zu diesem Zeitpunkt, wir hatten schon 15 Paare "hinter" uns gelassen. Was nervte, war das "ewige" Warten... Das Veranstaltungsteam schaffte es nicht, die Zeitverzögerung
wieder aufzuholen, so dass wir nach anderhalbstündiger Wartezeit unser Turnier fortsetzen konnten. Jetzt lief es richtig "rund" zwischen Bianca und mir. "Tanzen ist ein Ausdruck von Lebenfreude" ein
Zitat von mir, ich spürte jetzt selbst wieder wie sich das anfühlt... und so kam es, dass wir das Halbfinale mit elf Tanzpaaren erreichten. Cool...! Schade nur, dass wir jetzt wieder eine
Stunde warten mussten . Unser Fanclub hatte sich mittlerweile auf das höchste "dezibel" Maß gesteigert , und "puschelte" was das Zeugs hielt. Für uns als vorbeitanzendes Paar ein unglaublich
leistungssteigernder Effekt ! Wir gaben "ALLES" . Der Tanzsaal des Maritim Hotels war mittlerweile bis auf den letzten Platz gefüllt, und alle Fans unterstützten ihre Tanzpaare lautstark.
Unsere Fans hatten es geschafft ! Die Qualifikation für das Finale wurde bekanntgegeben, und tatsächlich , sie hatten uns in Finale "gepuschelt" . Mit sieben Paaren aus vier Nationen, darunter
USA, England ,Ungarn und Deutschland, tanzten wir nun in einem Finale auf einer Weltmeisterschaft. Für unser erstes Tanzturnier kein schlechter Einstieg... Wir tanzten nun unsere
"letzten" drei Tänze und verneigten uns überglücklich vor unseren "Puschelfans" , die uns über 9 Stunden auf unserem Tanzmarathon begleitet haben. Im Endergebnis erhielten wir Platz 6 für
unsere tänzerische Leistung und waren sehr zufrieden. Lautstark ließen wir wenig später die Korken "knallen" und fühlten uns im Kreise der Bremer Tänzer und Tänzerinnen geliebt und aufgehoben !
Es ist sehr spät geworden...
Jetzt aber Gute Nacht !
Deine Silvia
Liebes Tagebuch,
der heutige Tag stand , zumindest für Bianca und mich, ganz im Lichte der Vorbereitung auf unser morgiges Tanzturnier. Gemessen daran, das ich eine "alte Häsin" bin, und Bianca ein "Frischling"
auf dem Tanzparkett, gestalteten sich unsere diversen Abschluss-Trainings im Rollenverhalten doch eher umgekehrt. Während ich versucht habe, meine Nervosität "wegzuplappern" war Bianca mal wieder die
ruhige Ausgeglichene (zumindest nach außen). Heute konnten wir auf dem Originalparkett im Maritim-Hotel für zwei Stunden ein Probetraining absolvieren. Das Ergebnis war ähnlich wie
gestern... sehr gute TänzerInnen auf einer viel zu großen Tanzfläche ( zumindet für uns ), ein schlecht verlegtes Parkett, dass diverse Stürze verursachte, und, jetzt kommt`s, immer
wieder "Black outs" von Bianca und mir, weil wir unsere Tanzabfolge vergessen haben. Auch eine "alte Häsin" zeigt Nerven...
E g a l... ich freu mich auf morgen ! Tanzen ist eine der wunderschönsten Dinge die ein Paar miteinander erleben kann. Ich träume jetzt von einer Goldmedaille "grins" ...
Gute Nacht!
Deine Silvia
Liebes Tagebuch,
pünktlich 10.15 h Formationsmeeting... Die Queen´s und bremen´s haben sich in der Hotelhalle versammelt *sofern sie nicht verschlafen haben*.
Erste Eindrücke werden ausgetauscht und die Medienresonanz wird erforscht. Tatsächlich, Center TV Köln wiederholt die Eröffnungsfeier , und wir könnten uns im Fernsehen *bewundern* , wenn wir es denn wollten. Leichte Nervosität liegt in der Luft, auch bei mir ist das spürbar, schließlich bin ich ja nicht nur "COACH" von 27 TänzerInnen, sondern auch noch selbst als Tänzerin am Start...
So ging es dann auch am Nachmittag für Bianca und mich so richtig los. Erstes Training war angesagt...
Unser Fazit: Der Raum war zu groß, unsere Tanzfolgen zu kurz und die Tanzfläche zu voll...
Na prima, die besten Voraussetzungen um sich auf eine Goldmedaille einzustimmen. Unser Motto "Wer wir Zweiter" ? verblasste etwas beim Anblick der vielen guten TänzerInnen aus aller Welt. Nach zwei Stunden waren wir so "abgetanzt" dass wir das Motto "dabei sein ist ALLES" wieder aufleben ließen...
Bei einem richtig guten Spanier/Italiener lebte dann der Teamgeist der Queen´s in Form wieder auf. Tageserlebnisse wurden ausgetauscht und von diversen "Kölsch" begleitet.
Noch ein bißchen Kultur? Na dann auf zum Women´s -Place am Neumarkt. Dort angekommen - um 22.15 h - , versprühte der Platz den Charme eines "Schützenfestes" . Unsere
"Hanseatische-Feierfreiheit" wurde durch die Rheinische Sperrstunde ausgebremst...
So kam es, dass wir noch ein letztes "Kölsch" an einer verwaisten und verschmutzten Biertischgarnitur zu trinken bekamen, bevor wir uns dann auf den Weg ins Hotel begaben. Schade, heute hätte ich
noch Lust auf ein weiteres "Gay"tränk gehabt...
Na dann "Gute Nacht" !
Deine Silvia
Liebes Tagebuch,
Köln hat uns schon erwartet. Die Stadt ist geschmückt mit bunten Fahnen aller teilnehmenden Nationen, und auch bei der Registrierung als "TanzportlterInnen" erwarteten uns viele freundliche
"Volunteers" um uns auf einen angenehmen Aufenthalt vorzubereiten...
Pünktlich um 16:00 h ging`s dann los. Unser "Outfit" wurde schon von unseren französichen MitsportlerInnen in der Hotelhalle " bewundert. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Rhein Energie Stadion glich einer" multikulturellen Pilgerfahrt". Die Straßenbahn füllte sich mit SportlerInnen aus aller Welt, und schnell war man/frau auf "Vokabelsuche" damit die Konversation nicht schon bei "where did you come from..." endete...
Der "Sammelpunkt" aller Nationen zum Einmarsch füllte sich langsam, und bald wurde es eng auf dem Rasen vor dem Stadion. "Immer schön in 5er Reihen hinter der Fahnenträgerin "Germany" - hieß es -". Unser Team hatte Glück!!! Bremen durfte sich gleich als erstes deutsches Team aufstellen. Warten war nun angesagt, bis auch die letzte Nation das Prinzip der "5er" Reihen verstanden hatte. Zeit genug hatten wir ja.... Nach 2 Stunden ging es dann los, wir marschierten ins Rhein Energie Stadion ein, und wurden bejubelt, und jubelten auch selbst. Ein erhebendes Gefühl "dabei zu sein" inmitten einer Weltveranstaltung, den VIII Gay Games in Köln. Der Stadionsprecher teilte dann mit, dass "Germany" gefolgt von den USA die größte Anzahl von Sportler/Innen zu diesem großen Event gemeldet hat. Allein aus Köln, der Gastgeberstadt marschierten ca. 1000 SportlerInnen ins Stadion...
Alle Teams wurden unter großem Beifall von den ZuschauerInnen empfangen, insbesondere auch jene, die nur zu fünft, dritt oder gar allein für ihre Nation einmarschierten, wie z.B. die Philipinen, Honduras oder Ghana...
Alle waren in Feierlaune! Auch Herr Westerwelle gab sich an diesem Abend "mulitkulturell" und begrüßte die SportlerInnen aus aller Welt in "bemühter" englischer Sprache. Von vereinzelten "Pfiffen" begleitet bekundete der Deutsche Außenminister seine Solidarität , und versprach, sich weltweit für die Rechte Homosexueller einzusetzen...
Zugegebenermaßen war das Rhein Energie Stadion nur zur Hälfte gefüllt, die Stimmung kochte aber hoch als Taylor Dayne, begleitet von "Pyroeffekten" , die Hymne der VIII Gay Games durchs Stadion "schmetterte" . So kam es, dass die Künstlerin am Ende ihrer Sangeskunst sogar Tränen vergoss...
Euphorisch und eingestimmt auf eine spannende Wettkampfwoche verließen wir das Stadion und teilten uns die Straßenbahn erneut mit SportlerInnen aus aller Welt.
Was für ein Tag !
Im Hotel angekommen brauchten wir dann erst mal einen "Absacker" , um die Eindrücke zu verkraften.
Dies ist der Zeitpunkt wo ich erkenne, "ich bin total platt" ...
Ab morgen heißt es dann "go for gold" !
Aber jetzt heißt es erst mal "Gute Nacht"
Deine Silvia
Liebes Tagebuch,
ich wäre dann jetzt startklar - muss aber noch warten, weil es erst Morgen früh um 06:00 Uhr los geht. Ich bin jetzt doch ganz schön aufgeregt! Alle Taschen sind gepackt und das Auto ist bis unter
das Dach vollgeladen. Habe ich auch nichts vergessen? Ach ja, die Notfalltropfen muss ich noch einpacken, damit meine Tänzerinnen und Tänzer nicht vor Aufregung kollabieren. Und was ist mit mir? Ich
glaub ich nehm auch gleich mal ein paar, damit ich nicht wieder nach meinen Autoschlüsseln suchen muss, die ich dann letzlich im Kühlschrank wiedergefunden habe. Oh je!
Ich bin aufgeregt...
Vielleicht hilft ja auch schlafen ...
Na dann "Gute Nacht"
Deine Silvia